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Phonetik, Didgeridoo-

Phonetik / Didgeridoophonetik (griech. Lautlehre)

Phonetik bezeichnet die Lehre von der (sprachlichen) Lautbildung und ist in einigen Bereichen nahezu deckungsgleich mit Lautbildungen im Didgeridoo.

Zum einen sind die Funktionsweisen der artikulatorischen Phonetik auf die Lautbildung im Didgeridoo übertragbar und können zur Verdeutlichung herangezogen werden, zum anderen lassen sich mithilfe phonetischer Symbole (Lautschrift) eindeutigere Rhythmusworte formulieren (vgl. Notation).

Die Phonetik bezeichnet als Lautlehre im Unterschied zur Phonologie und zur historischen Lautlehre die mit naturwissenschaftlichen Methoden und Zielen arbeitende Wissenschaft von den Sprachlauten hinsichtlich

  1. ihrer Erzeugung durch die Sprechorgane (artikulatorische Phonetik),
  2. ihrer Übermittlung in Form von Schallwellen (akustische Phonetik) und
  3. ihrer Wahrnehmung durch die Hörorgane (auditive Phonetik).

Die subjektiv starke Übereinstimmung zwischen der Klangbildung am Didgeridoo und in der Sprache führt dazu, dass einige fundamentale Unterschiede in der Klangbildung nicht wahrgenommen oder sogar negiert werden.
Als vorläufiges Beispiel sei hier die Grundvibration genannt, die in der Sprache von den Stimmbändern am Anfang des aktiv anpassbaren Resonanzraumes verursacht wird, im Didgeridoo jedoch von den Lippen am Ende desselben (der darauf folgende Resonanzraum in Form des Didgeridoos ist durch dieses an sich festgelegt und daher passiv).

Dieser Umstand führt immer wieder zu Problemen in der Kommunikation über Didgeridooklänge (sowohl jeweils unter Lehrenden und Lernenden untereinander als auch zwischen diesen) und ist Ursache für verwirrende und irreführende Fachausdrücke.

[AS]

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