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wobble, harmonic

wobble, harmonic – (onom. / aus eng., etw: Obertonwabbeln)

Der Begriff harmonic wobble wurde von Dr. Frank Geipel eingeführt, um eine bestimmte Abfolge von Tönen in traditionellen Spieltechniken klanglich-physikalisch zu beschreiben.
Bei entsprechend ausgeprägten Instrumenten kann mit bestimmten Artikulationsfolgen (s. u.)  bei der Zurückbewegung der retroflexen Zunge entlang des Gaumens mit abschließender ZA eine Folge von sich abwechselnden Obertönen („wobble“) angeregt werden, die deutlich wahrnehmbar und messbar hervortreten. Diese Obertonfolge wurde bereits, unspezifisch zugeordnet, auch als läutend
“ oder „klingelnd” beschrieben.

In der Beschreibung oder Kommunikation unter Yolngu und Traditionalisten wird diese Lautfolge mit Artikulationen wie  „-derong“,  „-dlerong“ oder auch nur „dhirrl” vermittelt, ohne sich explizit auf die Obertonbildung zu beziehen.

Derzeit ist noch nicht klärbar, ob diese Obertonausprägungen auch durch stark verdichtete Artikulationsfolgen in westlichen Spieltechniken erreicht und als solche intuitiv erkannt wurden, was zur ursprünglichen Bildung des Begriffs Wobble (s. ebd, namentlich durch Charly McMahon) in modernen Spieltechniken beigetragen haben könnte. 

 

Beispiel eines "Harmonic wobble".

Beim vorliegenden Beispiel wurde zur Kenntlichmachung mit überzeichneten Obertönen gearbeitet, die langsam das Pattern überlagern.

Das etwa 2-sekündige Originalpattern wurde entnommen aus "Cora" von Yothu Yindi, Wild Honey (Yothu Yindi Music,1996), Yidaki gespielt von Yomunu Yunupingu.