Sandwichbauweise (dt./eng.)

Bautechnik, bei der das Didgeridoo aus zwei Hälften zusammengesetzt wird (vgl. Bohrtechnik).
Der zu bearbeitende Stamm oder Balken wird dazu vorher längs zerteilt. Aus den beiden Hälften wird mit Fräswerkzeugen und/oder Beiteln der Klangkanal herausgearbeitet. Dann werden die Hälften durch verleimen und/oder verdübeln zusammengefügt. Dafür werden Holzleim oder epoxidbasierte 2-Komponenten-Kleber verwendet. Das Mundstück und die untere Instrumentenöffnung brauchen nicht mehr oder nur wenig nachgearbeitet zu werden.

Beim Sandwichbau können stark und mehrfach gebogene Äste verarbeitet werden, was bei der Bohrtechnik (nahezu) unmöglich ist. Zudem können sehr leicht und problemlos präzise Unebenheiten in den Luftkanal eingearbeitet werden, um dadurch den Klang des Instrumentes zu beeinflussen (um z.B. ähnliche Klangfarben wie von Originalinstrumenten zu erzielen). Die Einarbeitung solcher Unebenheiten ist bei der Bohrtechnik ebenfalls möglich, allerdings handwerklich etwas schwieriger und aufwändiger.
Für die Verarbeitung von frischem Holz ist Sandwichbauweise dann geeignet, wenn die Bearbeitung schnell (am besten innerhalb eines Tages) erfolgt, damit sich die zwei Holzhälften möglichst wenig verziehen können und beim Trocknen weniger Spannungen auftreten (Verringern der Reißgefahr).Die Sandwichtechnik ist weit verbreitet, da sie sehr gute Ergebnisse erzielt und vergleichsweise leicht zu erlernen ist. Ausführliche Bauanleitungen siehe z.B. unter www.yedaki.de.

[AS/TG]