Bildhafte Vorstellungen zum Didgeridoo

Bildhafte Vorstellungen werden genutzt, um ein Verständnis für Spiel- und Funktionsweisen des Didgeridoos zu vermitteln. Solche nützlichen Bilder stammen oft aus anderen Bereichen, so z.B. aus dem Gesang, von anderen Blasinstrumentenschulen sowie auch aus der Physiotherapie.
Bilder und metaphorische Beschreibungen stehen mit ihrer häufig leichtfüßigen Nachvollziehbarkeit oft im krassen Gegensatz zum tatsächlichen, komplexen physikalisch-physiologischen Vorgang. Die dadurch entstehenden Verwechslungen sorgen im Einzelfall für Verwirrung (siehe auch Fachausdruck).
Häufige Hilfsbilder sind z.B.:
  • diverse Rhythmusworte:
    Sie fungieren als Erinnerungsstütze aber auch als artikulatorisches Hilfsbild zur Vorstellung der Zungenbewegung.
  • „Fieses Grinsen“ , oder „Saure Zitrone“:
    Mimische Vorstellungshilfe für den Aufbau von Lippenspannung und leeren Wangen.
  • „sanftes Schnuppern“:
    Hilfsbild für eine sanfte, tiefe Bauchatmung.
  • „Stimme einatmen“:
    Das klassische Bild zur Erreichung einer kontrollierten Stütze.
  • „Kürbiskern oder Fussel spucken“:
    Bild für einen kraftvollen gestützten, gezielten zungengesteuerten Luftstoß zwischen den Zähnen (Interdental-Löser) oder Lippen (Interlabial-Löser), geblasen oder durch Zungendruck, in der Regel für  überblasene Töne gebraucht.
  • Zwerchfellstoß:
    bildhafte Vorstellung zum Erzielen eines Blasstoßes durch Druckaufbau im Atemgürtel. (Das Zwerchfell selbst kann aber, entgegen der Begriffsbedeutung, nicht in Stoßrichtung arbeiten! siehe auch Zwerchfell, Stütze)
  • Zirkularatmung:
    ist i.e.S. ein Hilfsbild, da es sich eher auf das Gefühl des Zirkulierens bezieht. Physikalisch ähnelt es eher dem Prinzip einer Kolbenpumpe.

[AS/HS]