Bambus (bot.), m , (malaiisch)

Grasgewächse mit hohlem Inneren, durch das Herausschlagen der Zwischenböden kann mit wenig Aufwand eine Röhre bzw. ein Didgeridoo erstellt werden.
Der Bambus umfasst mehrere Gattungen und die größten Formen der Süßgräser (Arundinaria, Bambusa, Phyllostachys u. a.); Hauptverbreitung in den tropischen Gebieten, vor allem Südostasiens. Die Arten mit dicken, verholzten Stämmen werden vielfältig genutzt; die jungen Blattsprossen dienen als Gemüse (Bambussprossen). Kieselsäureausscheidungen in den Stammhöhlungen einiger Bambusgewächse sind als Tabaschir bekannt. 
aus: wissen.de, dort auch weiteres.
Durch das Herausschlagen der Zwischenböden kann mit wenig Aufwand ein Didgeridoo hergestellt werden. Allerdings neigt Bambus stark zur Rissbildung, da die Außenhaut während des Trocknungsprozesses verkieselt, also sozusagen versteinert. Dadurch entstehen starke Spannungsunterschiede zur weicheren, inneren Wand, besonders bei Feuchtigkeitsaufnahme.
 Am besten geeignet für den Didgeridoobau sind die bodennahen Abschnitte von Riesenbambussorten. Sie weisen sowohl eine hohe Wandstärke als auch gelegentlich eine gewisse Konizität auf. Die  Didgeridooindustrie im asiatischen Raum verarbeitet jedoch meist die ganzen Halme. Da die stabilen, vorteilhaft geformten Abschnitte besonders auch in anderen Bereichen (z.B. Hausbau) Verwendung finden, sind klanglich ausgereifte Stücke selten. Die überwiegende Anzahl der Bambus-Didgeridoos sind stark resonierend (ähnlich den Plastikrohren), was oft als störend empfunden wird.Durch die Rissgefahr werden oft aufwändige Bearbeitungen nötig (Bänderungen, Lackierungen, Abschleifen der Außenhaut). Wirklich gute Didgeridoos aus Bambus sind daher preislich den Originalen aus Eukalyptus sehr nahe.
Spezieller Hinweis: Zwar können zusammengesetzte Bambus-Didgeridoos aus Abschnitten verschiedener Durchmesser, von Fachmann oder –frau ausgeführt, eine gute Qualität aufweisen und daher empfehlenswert sein. Sie gehören jedoch zu den aufwändigen und meist nur auf Kundenanfrage hergestellten Instrumenten. 
Von den im Handel erhältlichen preiswerten Varianten ist dringendst abzuraten!!!
Besonderes Erkennungsmerkmal: ins Innere des Instrumentes ragende, etwa zahnstocherdicke Dübel. Die gedübelten Stellen sind oft undicht, reißen besonders leicht, und die sich im Inneren überkreuzenden Enden behindern den Luftstrom.
Da einige der ältesten Fundstücke des Didgeridoos (Ende des 19. Jahrhunderts) aus Bambus sind und in bestimmten Gebieten Arnhemlands eine einheimische Bambussorte wächst, wird von vielen die These vertreten, dass das Didgeridoo zunächst aus Bambus war, bevor es in der schwerer zu verarbeitenden Hartholzversion auftrat. Untermauernd für diese These werden Felsmalereien angeführt, auf denen Didgeridoospieler stehend einhändig sehr gerade Instrumente spielen.
Mehr zum Thema
Murray Garde, The didjeridu in Maningrida, leider nicht mehr online verfügbar

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