Atmung

Die Atmung sorgt für die effektive Zufuhr und Nutzung der Atemluft, der lebensnotwendigen Versorgung des Organismus mit Sauerstoff. Beim Spielen von Blasinstrumenten wie dem Didgeridoo  ist eine gesteigerte Effizienz der Atmung (insbesondere eine kontrollierte Ausatmung) besonders wichtig. (Siehe auch Stütze)
Eine gesteigerte Effektivität der Atmung ist generell bei körperlich anstrengenden Tätigkeiten (z.B. Sport) notwendig, aber auch bei der Meditation ein wichtiges Element. Im Schauspiel, beim Singen und Spielen von Blasinstrumenten kommt es insbesondere auf eine kontrollierte Ausatmung an.

Die Lunge selbst verfügt nicht über Muskulatur, die sie aktiv dehnt, bzw. kontrahiert, sondern ist auf die Muskeln umgebender Strukturen angewiesen (Atemmuskulatur). Das Ein- und Ausströmen der Atemluft kommt durch die jeweilige Veränderung der Druckverhältnisse zustande. In der Einatmungsphase kontrahieren die Zwischenrippenmuskulatur und das sich senkende Zwerchfell, dadurch hebt sich der Brustkorb und die Lunge dehnt sich nach unten aus. Durch den entstehenden Unterdruck strömt Luft in die Lunge. Bei der Ausatmung vollzieht sich das Gegenteil.

Beide Vorgänge können durch das gezielte Einsetzen der sogenannten Atemhilfsmuskulatur (Atemmuskulatur) gefördert werden.

Die Bauchpresse (remember: "das große Geschäft") bewirkt ein zusätzliches Herausdrücken der Atemluft, während das Zwerchfell entspannt. Das anschließende Loslassen der Bauchpresse unterstützt das sich spannende Zwerchfell, das sich nach unten senkt und das Lungenvolumen vergrößert. Dies macht einen Aspekt des atemtherapeutischen Wertes des Didgeridoos deutlich, da die dazu notwendige Zwerchfellatmung, einhergehend mit dem gezielten Atmen 'in den Bauch', das gesamte Lungenvolumen optimal belüftet und für beste Sauerstoffausnutzung sorgt. Kinder praktizieren ausschließlich die Bauchatmung, erst der Erwachsene setzt die Brustatmung ein, mehr oder leider häufig weniger kombiniert mit der Bauchatmung. In unserem Kulturkreis (ganz im Zeichen des Waschbrettbauches) wird sie zu sehr vernachlässigt, bzw. 'sich abgewöhnt'.

(siehe auch Stütze)


 

[HJE/AS]